Förderrichtlinien LAP-Beteiligungsfonds

Lokaler Aktionsplan (LAP) Altkreis Ludwigslust
Lokale Aktionspläne sind Instrumente der Bundesregierung zur Förderung der Demokratieentwicklung und der „Entwicklung lokaler Bündnisse gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“. Mit dem Bundesprogramm VIELFALT TUT GUT wurde in den Jahren 2007 bis 2010 auch im Kreis Ludwigslust ein Lokaler Aktionsplan entwickelt und umgesetzt. Diese Förderung wird seit 2011 im Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN fortgesetzt. Allerdings erhalten hier bestehende LAPs für „die nachhaltige Verankerung von Strukturen“ nur einen Bruchteil der bisherigen Förderung.
Mit dem Ziel, die Menschen im Altkreis Ludwigslust zu motivieren, das Gemeinwesen aktiv demokratisch zu gestalten, will der LAP des Altkreises Ludwigslust ein Netzwerk im Interesse der kulturellen, politischen und kulturhistorischen Bildung aufbauen.
Der Lokale Aktionsplan bringt verschiedene lokale Akteure zusammen: Beantragt, verwaltet und koordiniert wird ein solcher LAP von der Kommune, die dazu eine lokale Koordinierungsstelle bildet. Umgesetzt werden die Einzelprojekte v.a. von verschiedenen lokalen Vereinen und Organisationen. Im Begleitausschuss beraten zivilgesellschaftliche Organisationen, wie Kirchen und Vereine, zusammen mit Vertretern der Politik und anderen Einrichtungen über Förderanträge.
Lola hat beim LAP für die Umsetzung eigener Projekte einen Förderantrag gestellt und bewilligt bekommen. Im Rahmen dieses Antrages hat Lola auch Mittel für einen „Beteiligungsfonds lokaler Projekte“ beantragt, der nach Prüfung an Antragsteller aus dem Altkreis „weitegereicht“ wird. Dadurch entfällt für kleinere Projekte ein großer Teil der Verwaltungslast und sie können von Lola inhaltlich begleitet werden.
Richtlinien für die Antragstellung
Antragsteller für diesen Beteiligungsfonds müssen den Nachweis der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff Abgabeordnung erbringen, d.h. ihren Freistellungsbescheid des Finanzamtes und ihre Satzung in Kopie einreichen.
Der Antrag hat keine besondere Form. Er sollte aber ein kurzes Konzept mit Zielsetzung, Zielgruppen und Beschreibung der Maßnahme enthalten sowie einen Finanzplan. Für Honorare gilt die entsprechende Bundesordnung.
Für alle LAPs Gender Mainstreaming verpflichtendes Leitprinzip. Für die Projekte bedeutet dies, in ihrer Antragstellung zu reflektieren, ob und wie die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Frauen und Mädchen/Männern und Jungen sowie die Auswirkungen des Projektes auf die Geschlechter im Konzept berücksichtigt sind.
Aufgrund der geringen Mittel im Beteiligungsfonds können Einzelanträge über €500 nur in Ausnahmefällen berücksichtigt werden.