Literatur und Filme

© Amadeu Antonio Stiftung

 

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Literatur zu wichtigen Themen aus den Bereichen Mädchen und Frauen im RechtsextremismusMännlichkeiten im Rechtsextremismus , Eltern und rechtsextreme Familien Pädagogische Praxis, Nationalsozialismus aus der Perspektive von Geschlecht , Weiblichkeitskonstruktionen im Nationalsozialismus, Männlichkeitskonstruktionen im NationalsozialismusErinnerungskultur und Geschlecht, sowie eine Zusammenstellung von Filmen. Die Liste beansprucht keine Vollständigkeit. Wir werden sie regelmäßig ergänzen und freuen uns über Hinweise und Anregungen.

 


Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus

 
Antifaschistisches Frauennetzwerk, Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus (Hrsg.): „Braune Schwestern? Feministische Analysen zu Frauen in der extremen Rechten“, Münster 2005.

 

Birsl, Ursula: Rechtsextremistische Gewalt: Mädchen und junge Frauen als Täterinnen? Wissenschaftliche Erkenntnisse und offene Fragen in geschlechtervergleichender Perspektive, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S. 241-264.

Bitzan, Renate
(Hrsg.): "Rechte Frauen: Skingirls, Walküren und feine Damen", Elefanten Press, Berlin 1997.
 
Bitzan, Renate: "Selbstbilder rechter Frauen: zwischen Antisexismus und völkischem Denken", Ed. diskord, Tübingen 2000.
 
Bitzan, Renate: „Frauen in der rechtsextremen Szene“, in: Grumke, Thomas/ Wagner, Bernd (Hrsg.): Handbuch Rechtsradikalismus, Opladen 2002, S. 87-104.
 
Bitzan, Renate: „Bomberjacke, bauchfrei? Die rechtsextreme Szene ist erschreckend vielfältig - auch für Frauen“, in: Frauenrat, Informationsdienst des Deutschen Frauenrates, Ausg. 2/08, Berlin 2008, S.2-6.

Bitzan, Renate: „Reinrassige Mutterschaft“ versus „nationaler Feminismus“ – Weiblichkeitskonstruktionen in Publikationen extrem rechter Frauen, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S.115-128.

 
Bruhns, Kirsten/Wittmann, Svendy
: „Ich meine, mit Gewalt kannst du dir Respekt verschaffen“. Mädchen und junge Frauen in gewaltbereiten Jugendgruppen, Opladen 2002.
 
Brück, Brigitte: "Frauen und Rechtsradikalismus in Europa", VS-Verlag, Wiesbaden 2005.
 
Claus, Robert: Maskulismus. Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass, Berlin 2014
 
Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus: "Mädchen und Frauen in der extremen Rechten, 2014
 
Glaser, Michaela/Elverich, Gabi :"Mädchenspezifische Perspektiven auf die pädagogische Rechtsextremismusprävention", in: Betrifft Mädchen 22, H. 1/2009, Weinheim, S. 4–11.
 
Hammann, Kerstin: "Frauen im rechtsextremen Spektrum: Analysen und Prävention", VAS, Frankfurt am Main 2002.
 
Hewicker, Christine: "Die Aussteigerin: Autobiographie einer ehemaligen Rechtsextremistin", Igel-Verl., Oldenburg 2001.
 
Hofmann, Ruth: "'Weil die ohne Weiber gar nicht können!': junge Frauen in der rechten Szene", Herder, Freiburg im Breisgau (u.a.) 2003.
Köttig, Michaela: "Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter Mädchen und junger Frauen: biographische Verläufe im Kontext der Familien- und Gruppendynamik", Psychosozial-Verl., Gießen 2004.

Rommelspacher, Birgit: „Das Geschlechterverhältnis im Rechtsextremismus“, in: Schubarth, Wilfried/Stöss, Richard (Hrsg.): Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Bilanz, Opladen 2001, S.1999-219.

Rommelspacher, Birgit: Frauen und Männer im Rechtsextremismus – Motive, Konzepte und Rollenverständnisse, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S.43-68.

 
Röpke, Andrea/Speit, Andreas
: „Die deutsche Frau“, in: dieselben (Hrsg.): Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft, Bonn 2009, S. 121-143.
 
Siller, Gertrud: “Rechtsextremismus bei Frauen. Zusammenhänge zwischen geschlechtsspezifischen Erfahrungen und politischen Orientierungen“, Opladen 1997.
 
Wlecklik, Petra (Hrsg.): "Frauen und Rechtsextremismus", Lamuv-Verl., Göttingen 1995.
 
 

Männlichkeiten im Rechtsextremismus

 
Beckmann, Kathinka: „Rechtsextremismus: Männersache? Geschlechtsspezifische Differenzen im Umgang mit rechtsextrem Gedankengut“, Norderstedt 2009.
 
Bereswill, Mechthild/Meuser, Michael/Scholz, Sylka (Hrsg.): „Dimensionen der Kategorie Geschlecht: der Fall Männlichkeit“. Westfälisches Dampfboot, Münster 2007.
 
Bernhardt, Markus (Hrsg.): „Schwule Nazis. Und der Rechtsruck in Gesellschaft und schwuler Szene“, Bonn 2007.
 
Claus, Robert/Lehnert, Esther/Müller,Yves (Hrsg.): „Was ein rechter Mann ist. Männlichkeiten im Rechtsextremismus“, Berlin 2010.
 
Connel, Robert W.: „Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten“, Wiesbaden 2006.
 
Forster, Edgar J./Tillner, Georg: „Wie Männlichkeit und Fremdenfeindlichkeit zusammengehen“, in: Widersprüche. Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich, Heft 67, März 1998, S.79-89.

 

Hüttmann, Jörn: Männlichkeitsdiskurse in der Deutschen, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S. 147-170.
 
Kämper, Gabriele
: Die männliche Nation. Politische Rhetorik der neuen intellektuellen Rechten. Köln 2005.
 
Kohlstruck, Michael/Münch, Anna Verena: „Hypermaskuline Szenen und fremdenfeindliche Gewalt. Der Fall Schöbel“, in: Klärner, Andreas/Kohlstruck, Michael (Hrsg.): Moderner Rechtsextremismus in Deutschland, Hamburg 2006, S. 302-336.
 
Lehner, Erich/Schnabel, Christa (Hrsg.): Gewalt und Männlichkeit. Münster 2007.
 
Meuser, Michael: „Wettbewerb und Solidarität. Zur Konstruktion von Männlichkeit in Männergemeinschaften“, in: von Arx, Sylvia et. al. (Hrsg.): Koordination der Männlichkeit. Orientierungsversuche, Tübingen 2003, S. 83-98.
 

Möller, Kurt: Konstruktion von Männlichkeiten in unterschiedlichen Phänomenbereichen des Rechtsextremismus, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S.129-146.

 

Köttig, Michaela / Elverich, Gabi / Radvan, Heike / Sigl, Johanna: Evaluation gendersensibler Rechtsextremismusprävention, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S. 315-334.
 
Schuhmacher, Nils: „Mit den Leuten zusammen kann man wirklich schon was darstellen.“ Über verschiedene Wege in rechte Jungencliquen, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S. 265-280.
 
Westle, Bettina: Orientierungen gegenüber Demokratie und Rechtsextremismus im Vergleich der Geschlechter, in Birsl, Ursula (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender, Opladen, 2011, S. 211-240.

  
Eltern und rechtsextreme Familien

 
Becker, Rainer: „Ein normales Familienleben. Interaktion und Kommunikation zwischen 'rechten' Jugendlichen und ihren Eltern,“ Schwalbach 2008.

Licht-Blicke/ ElternStärken (a): "Beratung, Vernetzung, Fortbildung zum Thema Familie und Rechtsextremismus", zu bestellen unter: Licht-Blicke/ ElternStärken

Licht- Blicke/ElternStärken: Rechtsextreme Erziehung und Kindswohlgefährung (ein Text von Kati Lang)
 
Röpke, Andrea (u.a.): "'Retterin der weißen Rasse' - Rechtsextreme Frauen zwischen Straßenkampf und Mutterrolle", Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Hannover 2006.
 
Peltz, Cornelius: „Handlungsfähig bleiben - handlungsfähig werden.
Wege aus der rechten Szene - Rechtliche Grundlagen und Handlungsempfehlungen für Eltern rechtextremer Jugendlicher“, Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig 2008.
 

Pädagogische Praxis

 
Bleiß, Karin/Möller, Kurt/Peltz, Corneluis/Rosenbaum, Dennis/Sonnenberg, Imke: „Distanz(ierung) durch Integration. Neue konzeptionelle Grundlagen für aufsuchende Arbeit mit rechtsextrem bzw. menschenfeindlich orientierten Jugendlichen“, in: Neue Praxis, 34. H. 6, Neuwied 2004, S. 568-590.
 
Engel, Monika (Hrsg.): "Weibliche Lebenswelten - gewaltlos?: Analysen und Praxisbeiträge für die Mädchen- und Frauenarbeit im Bereich Rechtsextremismus, Rassismus, Gewalt", Agenda-Verl., Münster 1995.
 
Glaser, Michaela/Elverich, Gabi :"Mädchenspezifische Perspektiven auf die pädagogische Rechtsextremismusprävention", in: Betrifft Mädchen 22, H. 1/2009, Weinheim, S. 4–11.
 

Lehnert, Esther: "Brave Mädels und echte Kerle? Theorie und Praxis von Geschlechterrollen im Rechtsextremismus" (PDF-Dokument), Veranstaltung der Friedrich- Ebert- Stiftung, Forum Berlin, am 23.01.2008.

 

Nationalsozialismus aus der Perspektive von Geschlecht

A.G. Gender-Killer (2005): „Geschlechterbilder im Nationalsozialismus. Eine Annäherung an den alltäglichen Antisemitismus“, in: A.G. Gender-Killer (Hrsg.): Antisemitismus und Geschlecht. Von „effeminierten“ Juden, „maskulinisierten Jüdinnen“ und anderen Geschlechterbildern, Münster 2005, S. 9-67. 

Frietsch, Elke/ Herkommer, Christina (Hrsg.) (2009): „Nationalsozialismus und Geschlecht. Zur Politisierung und Ästhetisierung von Körper, »Rasse« und Sexualität im »Dritten Reich« und nach 1945“, Bielefeld 2009.

Gehmacher, Johanna/Hauch, Gabriella (Hrsg.): „Frauen- und Geschlechtergeschichte des Nationalsozialismus. Fragestellungen, Perspektiven, neue Forschungen“, Innsbruck 2007.

Günther, Meike: Der Feind hat viele Geschlechter. Antisemitische Bilder von Körpern, Intersektionalität und historisch-politische Bildung, Berlin 2012.

Karen Hagemann/Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.): „Heimat-Front. Militär und Geschlechterverhältnisse im Zeitalter der Weltkriege“, Frankfurt/Main 2002.

 

Weiblichkeitskonstruktionen im Nationalsozialismus

Bock, Gisela: „Genozid und Geschlecht. Jüdische Frauen im nationalsozialistischen Lagersystem“, Frankfurt/ Main/ New York 2005.

Erpel, Simone (Hrsg.): „Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des KZ Ravensbrück“, Berlin 2007.

Heinsohn, Kirsten/ Vogel, Barbara/ Weckel, Ulrike (Hrsg.): „Zwischen Karriere und Verfolgung. Handlungsräume von Frauen im nationalsozialistischen Deutschland“, Frankfurt/Main 1997.

Krauss, Marita (Hrsg.): „Sie waren dabei. Mitläuferinnen, Nutznießerinnen, Täterinnen im Nationalsozialismus“, Göttingen 2008.
Kompisch, Kathrin: „Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus“, Wien/ Köln/ Weimar 2008.
Kramer, Nicole: „Volksgenossinnen an der Heimatfront. Mobilisierung, Verhalten, Erinnerung“, Göttingen 2011.
Steinbacher, Sybille: „Volksgenossinnen. Frauen in der NS-Volksgemeinschaft“, Göttingen 2007.

Reese, Dagmar (Hrsg.): "Die BDM-Generation. Weibliche Jugendliche in Deutschland und Österreich im Nationalsozialismus (Potsdamer Studien, Band 19)",  Verlag für Berlin-Brandenburg, 2007. Eine ausführliche Rezension finden Sie hier.

 
Männlichkeitskonstruktionen im Nationalsozialismus

Werner, Frank: „Hart müssen wir hier draußen sein.“ Soldatische Männlichkeiten im Vernichtungskrieg: in Geschichte und Gesellschaft 34/1 (2008), S. 5-40

Hanisch, Ernst: „Männlichkeiten. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts“, Wien 2005.

Schilling, René: „‘Kriegshelden‘. Deutungsmuster heroischer Männlichkeit in Deutschland. 1913-1945“, Paderborn 2002.

Dietrich, Anette/ Heise, Ljiljana (Hrsg.): „Männlichkeitskonstruktionen im Nationalsozialismus“, Frankfurt/ Main 2013.

Wünschmann, Kim: „Die Konzentrationslagererfahrungen deutsch-jüdischer Männer nach dem Novemberpogrom 1938: Geschlechtergeschichtliche Überlegungen zu männlichem Selbstverständnis und Rollenbild“, in: Heim/ Meyer/ Nicosia (Hrsg.): „Wer bleibt opfert seine Jahre, vielleicht sein Leben…“ Deutsche Juden 1938-1941, Göttingen 2010, S. 39-58.

Pretzel, Andreas: Homophobie und Männerbund, Plädoyer für einen Perspektivwechsel, in Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 53/11 (2005), S. 1034-1044.

 

Erinnerungskultur und Geschlecht

Eschebach, Insa/Jacobeit, Sigrid/Wenk, Silke (Hrsg.): „Gedächtnis und Geschlecht. Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids“, Frankfurt/ Main 2002,

Figge, Maja/Hanitzsch, Konstanze/Teuber, Nadine: „Scham und Schuld. Geschlechter(sub)texte der Shoah“, Bielefeld 2010.

Paletschek, Sylvia/Schraut, Sylvia (Hrsg.): The Gender of Memory. Cultures of Remembrance in Nineteenth- and Twentieth-Century Europe, Frankfurt/Main 2007.

Filme

Praunheim von, Rosa: "Schwule Nazis", DVD, 78 Minuten, s/w, Deutschland 2004.

Der Film porträtiert schwule Männer, die offen rechts sind, Aussteiger, die von ihrer Faszination für Uniformen und Männerrituale erzählen. Er blickt auch zurück und berichtet von den schwulen Nazis von gestern. »Für manche Zuschauer wird es schockierend sein, dass ich in meinem Film selbst nicht Stellung nehme, dass ich schwule Neonazis nicht als Monster darstelle, sondern als Menschen, die einen großen Widerspruch leben.« Rosa von Praunheim

Röpke, Andrea / Recherche Nord: "Neonazistinnen - Frauen in der Rechten Szene", Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt / Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, DVD, 40 Minuten, Farbe, Braunschweig 2006.

Dieser Film soll die Zwiespältigkeit der rechtsextremen Szene im Umgang mit ihrem weiblichen Potential widerspiegeln und einen Blick hinter die Kulissen einer nur scheinbar gleichberechtigt agierenden Szene gewähren. Denn: Sexismus, Gewalt und Unterdrückung sind dort an der Tagesordnung.

Wnendt, David: "Die Kriegerin", DVD, 102 Minuten, Farbe, Deutschland 2011.

Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa (20) ist Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie Skingirl tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt.

Das Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus hat ein Positionspapier zum Film verfasst: Weiterlesen