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Claudia Roth besucht Lola für Ludwigslust

Auf ihrer Tour durch Mecklenburg-Vorpommern besuchte Claudia Roth am Montag (5.8.13) auch Lola für Ludwigslust, um sich selbst ein Bild zu machen, mit welchen Herausforderungen zivilgesellschaftliche Projekte konfrontiert sind, und um Anregungen für ihre Arbeit in der Bundespolitik mitzunehmen.
Gabi Jaschke, Leiterin des Projektes Lola für Lulu beschrieb die Bedeutung, die Frauen in der rechtsextremen Szene gewonnen haben und betonte, dass regide Frauen- und Männerbilder Einfalltore für rechtsextreme Einstellungen sein können. Denn sie lassen keinen Platz für Vielfalt, weder für verschiedene sexuelle Orientierungen, noch für Jungen, die mit Puppen spielen, und Mädchen, die sich nicht gern hübsch machen. „In alle Aktivitäten, wo es um die Förderung von Vielfalt und den Abbau von Vorurteilen geht, ist es wichtig, immer auch einzubringen „Und wo sind die Frauen und Mädchen?“ „Was heisst das für Frauen und Mädchen?“ Werden hier Genderstereotype abgebaut oder gefördert?““
Claudia Roth begrüßte das Projekt und betonte die Bedeutung der Arbeit von Lola für Lulu: "Frauen werden in der Nazi-Szene immer aktiver und tragen gerade durch ihre scheinbar harmlose Arbeit im Hintergrund zur Stabilisierung bei. Durch ihre Arbeit im Sportverein, in der Krabbelgruppe oder im Chor versuchen sie gesellschaftliche Akzeptanz für braunes Gedankengut zu schaffen. Dass Lola für LuLu genau hier ansetzt, ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Nazis, denn meist wird die Funktion der Frauen in der rechten Szene unterschätzt oder sie lediglich als Mitläuferinnen abgetan."