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Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder in Ludwigslust

Am 2. Oktober 2008 startete „Lola für Lulu“ ein neues Projekt: die Kinder im Flüchtlingsunterkunft Ludwigslust erhielten zwei Mal pro Woche Hausaufgabenhilfe.


Bei der Hausaufgabenhilfe wurden die Kinder durch individuelle Förderung dazu befähigt, selbstständiges Lernen einzuüben. Sie verbesserten ihre Fähigkeiten – besonders des Lesens und Schreibens – der deutschen Sprache und konnten auf dieser Grundlage bessere Ergebnisse in der Schule erzielen. Da ihre Eltern die deutsche Sprache oft nicht ausreichend gut beherrschten, konnten sie ihren Kindern nur wenig oder oft gar nicht bei den Hausaufgaben helfen.

Die Leiterinnen Frau Serimov und Frau Klemm setzten an den lebensgeschichtlichen Erfahrungen der Kinder an: im Vordergrund standen die Kompetenzen und Ressourcen der Teilnehmer/innen. Je nach Kenntnisstand wurde ein individueller Lernplan entwickelt und umgesetzt.

Um die Problemlagen der Kinder besser einschätzen und auf sie eingehen zu können, wurden Kontakte zu deren Eltern, Lehrer/innen und Erzieher/innen aufgebaut.

Die teilnehmenden Kinder bekamen die Möglichkeit, ihr jeweils eigenes Interesse am Lernen zu entdecken und zu entwickeln und konnten daraus für sich neue Wege eröffnen.
Über die Kinder konnte sich ein Vertrauensverhältnis zu den Eltern entwickeln. Aus der genauen Kenntnis über deren Situation und Bedürfnisse konnten neue Ideen oder Projekte entstehen, die die selbstbestimmte Lebensgestaltung der Flüchtlinge im Landkreis Ludwigslust unterstützen.

Das Flüchtlingsunterkunft Ludwigslust wurde 2009 geschlossen und das Projekt nach einer kurzen Übergangsphase abgeschlossen.

Vor Kurzem wurde die Flüchtlingsunterkunft aufgrund der steigenden Zahlen von Flüchtlingen wiedereröffnet. Lola für Lulu überlegt, zusammen mit Kooperationspartner/innen im Bereich Flüchtlingsunterstützung wieder aktiv zu werden.