Antimuslimischer Rassismus im ländlichen Raum

© Samra Habib

 

"Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen"

Lebenssituationen von einheimischen und geflüchteten Muslim_innen aus Mecklenburg-Vorpommern

 

„Wenn sie mich hören, halten sie mich für eine Deutsche, wenn sie mich sehen nicht.“ Adile Afshin erzählt von ihrem Alltag als Muslima in Mecklenburg-Vorpommern. Obwohl es in dem Bundesland nur eine kleine muslimische Community und wenig Einwanderung gibt, ist der antimuslimische Rassismus in der Bevölkerung hoch. Aktuell lässt sich dies vor allem am MVGida, dem Ableger der „Pegida“ Bewegung, beobachten. Unter dem Deckmantel einer „Islamkritik“ wird antimuslimischer Rassismus gegenüber Muslim_innen und Menschen, die als „muslimisch“ wahrgenommen werden, verbreitet.

Aus dem gemeinsamen Projekt des Vereins Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. und der Amadeu Antonio Stiftung ist eine neue Dokumentation zum antimuslimischen Rassismus im ländlichen Raum entstanden.

Anhand von Alltagserzählungen und der fotografischen Darstellung der Lebensrealitäten von Muslim_innen in Mecklenburg-Vorpommern, wird den allgegenwärtigen Stereotypen von den Muslimen Individualität und Selbstbestimmung entgegengesetzt. Die Dokumentation setzt sich zusammen aus Erzählungen von Einheimischen und Zugezogenen muslimischen Glaubens. Sie sprechen über ihre alltäglichen (Diskriminierungs-) Erfahrungen, aber auch über ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen für ihr Leben. Muslim_innen kommen selbst zu Wort, anstatt dass über sie gesprochen wird.

 

Die Broschüre gibt es zum Download hier (PDF-Dokument)

 

 

Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. 2016