Wissenschaftliche Begleitung

© Amadeu Antonio Stiftung

 

Das Besondere an Lola für Demokratie in MV ist nicht nur, dass es Rechtsextremismusprävention und Demokratieentwicklung mit einem gendersensiblen Fokus zusammendenkt, sondern auch, dass das Projekt über seine gesamte Dauer wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird.

Die Evaluation wird jährlich durch ein Team externer Forscher/innen durchgeführt. Hierzu gehören Prof. Michaela Köttig (Fachhochschule Frankfurt/Main), Dr. Gabi Elverich (Universität Göttingen) und Johanna Sigl (Universität Göttingen) als Wissenschaftlerinnen, die in den Bereichen Evaluationsforschung, gendersensible Rechtsextremismusforschung und rekonstruktive Sozialforschung ausgewiesen sind.

 

Methodisches Vorgehen

Mit einer Evaluation, die den Prämissen rekonstruktiver Sozialforschung folgt, wird ein methodisch-innovatives Vorgehen gewählt. Oft sind in der Evaluationspraxis Untersuchungen verbreitet, die den Fokus auf Ursache-Wirkungszusammenhänge und auf Aussagen über die Wirksamkeit von Projektarbeit, die an Zahlenangaben bemessen werden, legen. Betrachtet man solche Studien, so lassen sie jedoch weniger nachvollziehbare Aussagen darüber zu, welche Bedingungen und Kontexte die Projektarbeit strukturieren, ermöglichen und befördern. Solche Fragen gelangen durchaus mit einem den Prozess der Projektentwicklung nachvollziehenden, rekonstruktiven Vorgehen in den Blick. Gleichzeitig lässt sich der Ansatz als in hohem Maße partizipativ beschreiben: Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung werden mit den Mitarbeiter_innen des Projekts diskutiert. Auf diesem Wege ist es möglich, die Evaluation als kritischen Reflexionsprozess zu nutzen. Die Daten für die Evaluation werden sowohl mittels teilnehmender Beobachtungen, Einzelinterviews, Gruppendiskussionen und Dokumenten-analysen als auch durch Methoden aus der Projekt- und Organisationsentwicklung sowie der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung erhoben.